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Audi AG
| Projekt | AUDI Bordbuch Online (ABO) |
| Branche | Automobil |
| Dokumenttyp | Bedienungsanleitung |
| Sprachen | 40+ |
| Volumen | |
| DOSCO | Backend-Anwendung (stateless Microservice-Architektur), Publikationsumgebung, Support |
| Technologie | Open Search, JSON, JAVA, Spring Boot, Microservices, Docker |
Information online
Früher im Handschuhfach – heute in der Cloud.
Das digitale Handbuch ist online direkt über das Infotainmentsystem des Fahrzeugs zugänglich. Informationen sind direkt am Anwendungsort verfügbar. Die Funktion ist unabhängig vom Modell und dem verwendeten Infotainmentsystem und steht fast allen Fahrzeugen mit Online-Verbindung zur Verfügung.
Durch die Integration des digitalen Handbuchs in das Infotainmentsystem können Nutzer schnell und einfach auf wichtige Informationen zugreifen, ohne das Fahrzeug verlassen oder zusätzliche Geräte verwenden zu müssen.
Nicht nur im Fahrzeug …
Die Informationen des digitalen Betriebshandbuchs stehen aber auch via Smartphone, Desktop zur Verfügung. Die Anwendung ist entkoppelt von der Fahrzeugsoftware und eröffnet so vielfältige Erweiterungsmöglichkeiten. Darüber hinaus liefert die Anwendung Hinweise über die jeweilige Attraktivität von Inhalten – ein nicht gehabter direkter „Draht“ zum Kunden.
Von DOSCO stammen das Backend und die Publikationsumgebung, und DOSCO gewährleistet zugleich den laufenden Betrieb (DevOps).

Umfang und Ausblick
Beim Start in 2021 wurde ABO noch als digitale Alternative zum gedruckten Bordbuch eingesetzt. Heute ersetzt ABO zunehmend das gedruckte Bordbuch; im Fahrzeug befindet sich nur noch eine stark gekürzte Druckversion.
Mit der zentralen Datenhaltung und dem flexiblen Zugang ist ABO bestens für den fortschreitenden weltweiten Einsatz und kommende, zusätzliche Nutzerfunktionen vorbereitet.
Aspekte des Software-Designs
"Kopflose Plattform"
ABO ist die zentrale, cloudbasierte Anwendung zur Bereitstellung digitaler Betriebshandbücher bei Audi. Die Anwendung enthält sowohl den Inhalt des Betriebshandbuchs als auch die spezifischen Frontends für verschiedene Touchpoints. Die zugrundeliegende Architektur basiert auf einer headless Plattform, bei der das Frontend (Benutzeroberfläche) vom Backend (Daten und Logik) getrennt ist. Die beiden Komponenten kommunizieren über eine festgelegte API (Schnittstelle).
Die Unabhängigkeit von Backend und Frontend bietet entscheidende Vorteile:
Flexibilität
Die Frontends können unabhängig vom Backend angepasst werden. Das beschleunigt mögliche Entwicklungen.
Skalierbarkeit
Integration, Skalierung und Kombination verschiedener Systeme und Technologien werden vereinfacht.
Verbesserte Benutzererfahrung
Die Unabhängigkeit der Frontends ermöglicht die Optimierung der Usability für verschiedene Geräte und Plattformen.
Schnellere Markteinführung
Änderungen und neue Funktionen können schneller implementiert werden.
"Cloud basiert"
Der cloudbasierte Ansatz und die genutzte Architektur bieten zahlreiche Vorteile:
Einfach
Die Struktur ist klar und intuitiv. Das erleichert Umsetzung und Wartung.
Schlank
Effiziente Ressourcennutzung gewährleistet hohe Leistung mit minimalem Aufwand.
Robust
Die Architektur ist widerstandsfähig gegen Fehler und Ausfälle und garantiert eine hohe Zuverlässigkeit.
Belastbar
Es passt sich schnell an Veränderungen und Störungen an und gewährleistet einen kontinuierlichen Betrieb.
Effizient
Optimierte Prozesse und Arbeitsabläufe maximieren die Produktivität.
Skalierbar
Die Architektur lässt sich einfach erweitern, um wachsenden Traffic zu meistern.
Siemens Healthineers
| Projekt | Labeling für IVD-Produkte (IVD) |
| Branche | Medizintechnik, Labordiagnostik |
| Dokumenttyp | Gebrauchsanweisung, Applikationsvorschrift, Referenzhandbuch, Assay Protokolle, CLSI Guideline (USA) |
| Sprachen | > 30 |
| Volumen | > 300 Gebrauchsanweisungen (je 6-8 Seiten) > 650 Applikationsvorschriften (je 8-10 Seiten) |
| DOSCO | DTD-Design, XML-Editor, Publikation, Recherche-Datenbank, Datenübernahme |
| Technologie | Arbortext Editor, XSL Formatter, XSLT, XSL-FO, JAVA, GIT Hub, eXist-db, XQuery, Electron, MS Word |
Gebrauchsanweisung
Das strengen Richtlinien von IVD-Regularien folgende Arbeitsdokument zu den Reagenzien gibt es in mehreren Marktausprägungen und Layouts. Die dadurch entstehenden Varianten sind je Produkt in einer XML-Datei erfasst und erhalten ihre Ausprägung erst in der Publikation. Trademark-Statements und andere Produkt spezifische Informationen sind getrennt erfasst und werden ebenfalls erst bei der Publikation beigesteuert.
Applikationsvorschrift (Referenzhandbuch, Assay Protokolle)
Die Dokumente mit den vorwiegend in Tabellenform vorliegenden Leistungsdaten werden großteils aus gesondert gehaltenen Daten generiert. Dieses Zahlenmaterial ist sprachneutral erfasst und sichert so jederzeit die Richtigkeit in allen publizierten Sprachversionen. Bei der Publikation werden außerdem die Änderungen zur Vorgängerversion vollautomatisch gekennzeichnet.

Wiederverwendung groß geschrieben
Neben der gängigen Wiederverwendung von Teilen anderer Dokumente werden auch einzelne Absätze und wo möglich inzeilige Inhalte wiederverwendet. Im Zentrum steht hier ein Pool von Produkt- und Assayinformationen, der verwendungsneutral benötigte Informationen gut adressierbar vorhält. Aus ihnen bedient sie auch die oben genannte Publikation, wenn sie automatisiert Daten zusammenstellt.
Übersetzung und Workflow-Funktionen
Allein der Umstieg auf XML hat vor mehr als 10 Jahren die Übersetzungskosten bei Siemens nahezu halbiert. Hinzu kommen im Editor implementierte Funktionen, die dafür sorgen, dass nur noch geänderte Passagen in der Übersetzung bearbeitet werden können. Die zugrunde liegenden Skripte machen sich die starke Änderungsverfolgung des Arbortext Editor zunutze und preprozessieren das englische Dokument für jede Sprache, bevor die entstandenen Sprachversionen in die Übersetzung gehen. Sprachneutrale Änderungen, wie ein zusätzlicher Textbaustein, ein geänderter Wert, lassen sich so auch ohne Übersetzer in den Sprachversionen aktualisieren.
Versionsverwaltung und
XML-Datenbank
Bei der Datenhaltung und Verwaltung hat man sich aufgrund der Spezialität der Datenmodelle gegen ein gängiges Redaktionssystem entschieden. Stattdessen sind sämtliche Quelldaten in einem GIT-Repository abgelegt. Eine eXist-db Datenbank hält ständig einen Spiegel dieser Daten vor. Diverse Querys vereinfachen so die Navigation über die Daten und versorgen den XML-Editor mit Daten zum Einfügen von wiederverwendbaren Bestandteilen.
CLSI Guidelines
Die Dokumente für die QA amerikanischer Labore werden vollautomatisch erzeugt. Dazu verwendet die zugrundeliegende Routine Bausteine aus den in eXist-db archivierten Publikationen von Gebrauchsanweisungen.und Applikationsvorschriften. Das Ausgabeformat ist nicht PDF wie bei den übrigen Dokumentarten, sondern MS Word, damit die Dokumente von Zuständigen der Labore noch durch eigene Prozeduren ergänzt werden können. Möglich macht das einmal mehr der Standard XML.

Kernkraftwerk Goesgen, CH
| Projekt | System zur Bearbeitung und Bereitstellung des BHB (SB3) |
| Branche | Energie, Kernkraft |
| Dokumenttyp | Betriebshandbuch, Notfallhandbuch |
| Sprachen | deutsch |
| Volumen | ca. 9.000 + 1.500 Seiten, DIN A4 |
| DOSCO | XML Schema Design, Editor, Publikationen, Dateiverwaltungssystem, Datenmigration |
| Technologie | Arbortext Editor, XSL Formatter, XSLT, JAVA, XSL-FO, HTML, Apache Tomcat, Angular, .NET, C++, MS Visio |
XML-Schema
Ein BHB hat fünf inhaltlich normierte Teile mit stark semantischer Ausprägung. Für jeden gibt es einen eigenen Dokumenttyp. Hier spielt XML Schema seine Mächtigkeit gegenüber einer DTD aus: Gemeinsame Strukturen über Schemata hinweg, Kontext abhängige Inhaltsmodelle, komplexe Attribute, Namensräume für Anlagenkennzeichen u.a.m.
Online-Version, seitengetreu
Neben der behördlich geforderten Papierfassung war eine seitengetreue Online-Version gewünscht. So kann z.B. zu einer Meldung auf der Warte direkt die zugehörige Information aus dem BHB angezeigt werden.
Die seitengetreue HTML-Version entsteht im Nachgang zur PDF-Publikation der Papierversion und erbt dabei die Seitenumbrüche.

Dokumentverwaltung
Die Handbücher sind auf Seiten der Redaktion in viele Hundert Einzeldokumente unterteilt. Jedes Dokument bedarf einer eigenen behördlichen Genehmigung und hat daher eine eigene Versionierung. Da verliert auch der beste Insider irgendwann den Überblick. Ein Verwaltungssystem musste her. Aufgrund des speziellen Workflows bedingt durch das behördliche Genehmigungsverfahren entschied man sich für eine massgeschneiderte Dokumentverwaltung. Zwar liegen die Daten auf einem Netzlaufwerk, aber Bearbeitung, Publikation, Prüfschritte und die Freigabe sind nur über eine eigens geschaffene Oberfläche möglich.
Anlagenkennzeichen, Einfügen, Prüfung
Menschen vom Fach ist das nicht neu, große industrielle Anlagen haben ein System zur Kennzeichnung aller Komponenten, Zustände etc.: Die Anlagenkennzeichen (AKZ). Jede Pumpe, jede Meldung, jeder Füllstand hat eine Art ID. Bei Gösgen sind diese in einer Datenbank hinterlegt. Beim Bearbeiten kann der Redakteur an den dafür vorgesehenen Stellen in der Strukur auf eine Liste der AKZ zugreifen und diese einfügen. Damit ist die korrekte Schreibweise sichergestellt und zusätzliche Klartexte werden ggf. gleich mit eingefügt. Zusätzlich gibt es eine Prüfroutine, die sowohl das AKZ selbst, als auch die Zusatzinformationen auf Richtigkeit prüft. Eine erfolgreiche Prüfung aller AKZ des Dokuments ist eine der Voraussetzungen zur Freigabe des Dokuments in der Dokumentverwaltung.
Notfallhandbuch
Nach der überaus erfolgreichen Einführung des neuen BHB wurde auch das hochsensible Notfallhandbuch nach XML überführt. Auch hier hat jeder der Dokumentteile eine stark semantische Ausprägung und somit ein eigenes Schema.


Datenübernahme
Eine besondere Herausforderung war die Datenübernahme der über 8.000 (BHB) und 1.500 (NHB) Papierseiten, die zuvor mit einem üblichen DTP-Tool erstellt und gepflegt worden waren. Auch hier galt es, die Seitenumbrüche und das Layout der Seiten zu erhalten, da jeder Abschnitt (Größe 3–10 Seiten) einer eigenen behördlichen Genehmigung bedarf, die durch den Systemwechsel nicht erlöschen sollte.
60.000 Seiten Erfahrung
In einem größeren Projekt hatte DOSCO schon einmal für fünf deutsche Kernkraftwerke von e.on die BHB mit insgesamt über 60.000 Seiten unter noch strengeren Vorgaben erfolgreich nach XML übernommen. Dann kam der Atomausstieg …
Kion Material Handling
| Projekt | System zur Erstellung technischer Informationen in XML (SETIX) |
| Branche | Maschinenbau, Material Handling |
| Dokumenttyp | Bedienungsanleitung, Werkstatthandbuch, Datenblätter, Service Handbuch |
| Sprachen | 32+ |
| Volumen | |
| DOSCO | DTD-Design, Editor, Publikation |
| Technologie | Arbortext Editor (Oxygen Editor), Antenna House XSL Formatter, XSLT, XSL-FO, Tridion Docs |
Dokumenttypen
Die Anpassung deckt verschiedene Dokumenttypen ab. Dokumenttypen gibt es für die Betriebsanleitung, das Werkstatthandbuch bis hin zu einem frei verwendbaren Dokument.
Modul zentriert
Der Inhalt der Dokumente ist über Module organisiert. Das sehr offen deklarierte Modul kann in allen Dokumenttypen verwendet werden. Am Beginn jeden Moduls stehen optionale Abbildungen, denen Text zugeordnet werden kann. Die Offenheit der nachfolgenden Strukturen schafft Freiheit bei der Erfassung der Inhalte. Ein redaktionelles Konzept regelt den Aufbau der Module.
Marken-Layouts
Unter Kion firmieren eine Handvoll Marken aus dem Material Handling, z.B. Linde, Still, Voltas. Für jede Marke gibt es ein Seitenlayout. Dokumenttypen und Module sind für alle Marken identisch. Das ermöglicht Marken übergreifende Inhalte, v.a. im Bereich der allgemeinen Disclaimer am Beginn der Dokumente und spart Pflegeaufwand und Übersetzungskosten.

DIN A3. Drehbarer Textfluss.
In zentralen Dokumenttypen gibt es neben dem Standardseitenformat auch noch eines mit doppelter Seitengröße im Querformat, z.B. DIN A3. Das schafft Raum für Schaltpläne, Flussdiagramme und andere Übersichten.
Auch der Textfluss einer Seite oder eines Seitenbereichs kann um 90° gedreht werden. Das schafft Raum für breite Tabellen oder Abbildungen im Querformat.
Redaktionen über Länder hinweg
Viele vormals eigenständige Marken plötzlich unter einem Dach? Das schafft Probleme bei der Akzeptanz neuer Systeme durch die Länderredaktionen. So kam man den Redaktionen anfangs entgegen und lokalisierte nicht nur die Editoroberfläche, sondern auch das angezeigte Markup (Tag Alias).
Dateiverwaltung
Die Wahl des Verwaltungstools fiel zuletzt auf TridionDocs (RWS). Das DITA-basierte CCM bot sich aufgrund der Strukturnähe der SETIX-DTD zu DITA an. Die Koordination der Integration leistete unser Partner Cognizant.
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