Die standardisierte Erfassung von Dokumentation und die anschließende
Verwaltung, Übersetzung, Publikation und Verteilung in einer heterogenen
Systemwelt ist gegenwärtig eines der bedeutenden Rationalisierungspotenziale
in Industrie und Verwaltung.
Dokumentation basiert heute noch oft auf proprietären Applikationen
und Datenformaten. Die Erstellung, Pflege und Publikation geschieht
weitgehend manuell. Autoren und Übersetzer verbringen wertvolle Zeit
mit Formatierarbeiten. Gleichzeitig erhöht sich die Datenmenge, werden
Produktzyklen verkürzt und die Wiederverwertung vorhandener Informationen
gefordert.
Dafür bietet XML (Extensible Markup Language) ein Konzept,
das zunehmend an Bedeutung gewinnt. Es ermöglicht die regelbasierte
Erstellung von Dokumentation und ihre automatisierte Weiterverarbeitung
für unterschiedliche Ausgabemedien. In manchen Industriebereichen,
etwa der Automobilindustrie, ist es bereits fest etabliert. Eine große
Zahl von Werkzeugen steht zur praxisgerechten Handhabung von XML zur
Verfügung. Die wichtigsten Einsatzgebiete sind:
 - Technische Dokumentation aller Art: Flugzeug-
und Fahrzeugdokumentation, Softwaredokumentation, Normen, Patente,
CALS-Initiative
 - Verlagsindustrie: Nachschlagewerke, Loseblattsammlungen,
Fachtexte, Gesetzestexte, Fachzeitschriften
 - WWW: Internet/Intranet-Inhalte auf Basis von
XML publizieren
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