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Wiederverwendbare Container.
Kosten senken mit XML
Art
Beitrag (Abstract)
Ort
Produkt Global 2/2006, S. 36–37
Form
Zeitschriftenartikel
Autor(en)

Durch die Trennung von Inhalt/Struktur und Darstellungsinformation lässt sich dasselbe XML-Dokument unterschiedlich formatieren.

Industrielle Methoden in der Doku-Abteilung

Typischer Aufbau einer XML-Anwendung
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Normierung: XML ist ein anerkannter, internationaler Standard. Über ein Regelwerk – DTD (Document Type Definition) oder XML Schema – werden die für einen bestimmten Typ von Dokumentation erforderlichen strukturellen Bestandteile (Kapitel, Abschnitte, Gefahrenhinweise, Listen, Tabellen usw.) genormt. Die Einhaltung dieser Norm lässt sich mit den Werkzeugen für die Erstellung und Weiterverarbeitung der XML-Dokumente überprüfen und sicherstellen.
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Modularisierung: Bildlich gesprochen bestehen XML-Dokumente aus Containern mit Inhalt (Text, Bilder), die durch Schachtelung zu Containern mit immer mehr inneren Containern aufgebaut werden. Die Möglichkeiten der Schachtelung sind wiederum in dem Regelwerk genormt. In Verbindung mit redaktionellen Regeln lassen sich die Inhalte einer Dokumentation vollständig in Container einer bestimmten Granularität zerlegen. Analog zur Transportbranche erlaubt dies eine äußerst flexible und effiziente Zusammenstellung und Lieferung von Inhalten. Die Container eines XML-Dokuments besitzen keine Darstellungsinformation (Schriftart, Schriftgröße oder Abstände). Diese kommt erst bei der Weiterverarbeitung (Formatierung) zum eigentlichen Dokumentationsprodukt (PDF-, HTML-Dokument usw.) hinzu. Dieselben Container lassen sich also wiederverwenden, auch wenn die Endprodukte unterschiedlich aussehen sollen.
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Automatisierung: Die Weiterverarbeitung der XML-Dokumente zum fertigen Dokumentationsprodukt kann vollständig automatisiert werden, da ihre Bestandteile und ihr Aufbau genormt sind. Dabei bleibt der strukturelle Aufbau erhalten, so dass auch alle fremdsprachigen Dokumente automatisch weiterverarbeitet werden können.

Änderungen nur noch zentral

Starthilfen für Umsteiger

Dokument in einem XML-Editor


INFO
XML-Familie
Der W3C-Standard (World Wide Web Consortium) XML ist 1998 aus dem ISO-Standard SGML (Standard Generalized Markup Language) hervorgegangen. Er folgt der gleichen Philosophie, besitzt aber einen geringeren Umfang und einige Vereinfachungen. Die wohl bekannteste Anwendung ist HTML. XML ist die Grundlage weiterer Standards wie z.B. XSLT (Exstensible Stylesheet Language Transformation) für Transformationsanweisungen oder XSL-FO (Exstensible Stylesheet Language – Formating Objects) für Formatierungsinformationen. Zentrale Idee dabei ist immer die system- und herstellerunabhängige Spezifikation von Aufgabenstellungen, die dann von allen standardkonformen Produkten bearbeitet werden können. Zentrale Informationsquelle ist die Homepage des W3C (www.w3c.org).

KOMPAKT
Wirtschaftlichkeit
Durch die Einführung industrieller Methoden (Normierung, Modularisierung, Automatisierung) auf Basis von XML lassen sich im Bereich der Technischen Kommunikation enorme Einsparungspotenziale erschließen.
Technik
Die für eine technische Dokumentation erforderlichen strukturellen Bestandteile (Kapitel, Abschnitte, Gefahrenhinweise, Tabellen usw.) werden auf Basis von XML und anhand eines Regelwerks – DTD (Document Type Definition) oder XML Schema – genormt.
Workflow
Die Bestandteile der XML-Dokumente lassen sich wiederverwenden, neu zusammenstellen und zu unterschiedlichsten „Endprodukten“ (PDF, CD, Internet usw.) aufbereiten.